Was ist Neurographik: Einfach erklärt für Anfängerinnen

Was ist Neurographik? Einfach erklärt.

Vielleicht bist du irgendwo über das Wort «Neurographik» gestolpert, auf Pinterest, in einem Buch oder bei einer Freundin. Und jetzt fragst du dich: Was ist das eigentlich? Muss ich dafür zeichnen können? Und was soll das bringen?

Ich erkläre dir die Methode so, wie ich sie auch im Atelier erkläre: einfach, ruhig und ohne Fachchinesisch. Zur Beruhigung vorab: Du brauchst keine Vorkenntnisse, nur Stift, Papier und ein paar Minuten.

Was ist Neurographik?

Neurographik ist eine Zeichenmethode mit fliessenden Linien. Entwickelt wurde sie vom russischen Psychologen Pavel Piskarev. Aus freien Linien, die sich kreuzen, entsteht Schritt für Schritt ein Bild, in dem alle Ecken weich gerundet werden.

Dabei geht es nicht um ein schönes Ergebnis. Im Mittelpunkt steht der Prozess: Während die Hand zeichnet, darf der Kopf zur Ruhe kommen. Viele erleben das als sehr entspannend.

So funktioniert es: Die Grundidee in vier Schritten

Schritt 1: Eine freie Linie ziehen

Du setzt den Stift an und ziehst eine Linie über das Blatt, eine sogenannte bionische Linie. Nicht geplant, nicht gerade, einfach so, wie die Hand es will. Dann folgen weitere Linien, ganz natürliche, die sich mit der ersten kreuzen oder auch paralell zur ersten verlaufen.

Schritt 2: Die Kreuzungen runden

Das ist das Besondere an der Methode. An den Stellen, wo sich Linien schneiden, entstehen spitze Ecken. Du fährst sie mit dem Stift weich nach, sodass runde Bögen entstehen.

Das wirkt fast wie ein kleines Ritual: Aus Härte wird Weichheit, und viele spüren dabei, wie auch innerlich etwas loslässt.

Schritt 3: Die Linien verstärken

Wenn du magst, ziehst du einzelne Linien mehrfach nach oder machst sie etwas dicker. So bekommt das Bild Tiefe und Struktur.

Schritt 4: Ausmalen mit Farbe

Zum Schluss malst du die Flächen zwischen den Linien aus, mit Buntstiften, Aquarellstiften oder Aquarellfarbe. Hier gibt es keine Regeln. Du wählst die Farben und Flächen ganz nach Gefühl.

Was du dafür brauchst

Das Schöne an Neurographik ist, dass du fast nichts brauchst:

  • einen Fineliner in feiner bis mittlerer Strichstärke
  • Papier, das nicht durchdrückt
  • Farbe zum Ausmalen, wenn du magst

Meine Empfehlung: Fineliner für Neurographik > hier kannst Du direkt zugreifen

Skizzenblock mit dickem Papier > ich bevorzuge einen Block mit Spiralbindung

Aquarellstifte zum Ausmalen > die sind stark pigmentiert und brillant  mir liegen sie wunderbar in der Hand und decken sehr gut.

Neurographik oder Mandala: Wo liegt der Unterschied?

Beides kann beruhigen, fühlt sich aber unterschiedlich an:

  • Mandala: Du folgst meist einem festen, oft symmetrischen Muster. Das gibt Sicherheit und Struktur. Viele mögen es, wenn sie genau wissen, was zu tun ist.
  • Neurographik: Du startest ohne Vorlage und lässt die Linien entstehen. Das ist freier und überraschender. Du weisst am Anfang nicht, wie das Bild am Ende aussieht.

Welche Methode besser zu dir passt, hängt davon ab, was du gerade brauchst. Wenn du dich gern führen lässt, ist ein Mandala ein guter Einstieg. Wenn du dich traust, dich überraschen zu lassen, probier Neurographik aus.

Für wen ist Neurographik geeignet?

Die Methode passt besonders gut für Menschen, die:

  • abends nicht abschalten können
  • sich selbst oft unter Druck setzen
  • gern etwas mit den Händen tun
  • sich kreativ wenig zutrauen und trotzdem darauf  Lust haben
  • sich selbst etwas Gutes tun und neue Lebensfreude erleben wollen
  • Lösungen für Einschränkungen im eigenen Leben erzeichnen möchten

Ich höre im Atelier oft den Satz «Ich kann nicht zeichnen». Bei Neurographik spielt das keine Rolle, denn niemand bewertet dein Blatt. Und du darfst einfach solange experimentieren, bis es dir gefällt. Vielleicht legst du das Blatt weg und arbeitest später nochmal dran.

Beim Zeichenspiel, wie du es bei mir erleben darfst, liegt ein großes Augenmerk darauf, sich selbst bei etwas Sinnvollem zu erleben – und dabei das Leben zu genießen. Es entstehen Zeichnungen, die schön sind und die Lust machen auf weitere.

Zum Weiterlesen

Wenn dich die Methode neugierig gemacht hat, gibt es Bücher, die dich Schritt für Schritt weiterführen:

Buchtipp zum neurographischen Zeichnen für Einsteigerinnen > Fascination Nurographik Band 1

Buchtipp, wenn es um Manifestation gehen soll: >Das entscheidest du, schau rein

Sollte dich dias neurographische Zeichnen packen, so wie mich, willst du vielleicht mehr wissen. Dann gibt es ein Buch von Pavel Piskarev, leider nur in Englisch verfügbar. Er sagt zum 1. Algorithmus,  (für Einsteiger der wichtigste 1. von 10 Schritten):

"Der „Algorithmus zur Beseitigung von Einschränkungen“ stellt einen bahnbrechenden Beitrag zum Gebiet der persönlichen und Professionelle Weiterentwicklung. Dieses wegweisende Werk integriert Prinzipien aus Psychologie, Philosophie und praktischen Übungen und präsentiert eine Systematischer Ansatz zur Identifizierung und Überwindung von Einschränkungen, die das persönliche Wachstum und die Selbstverwirklichung behindern."

Hier ist der Link dazu: > die Webseite des Begründers

Ein ehrlicher Hinweis

Neurographik, Zeichenspiel, intuitives Zeichnen und Malen kann Entspannung und Ausdruck schenken. Sie ersetzt aber keine ärztliche oder therapeutische Begleitung. Wenn dich belastende Gefühle über längere Zeit begleiten, hol dir bitte zusätzlich Unterstützung bei einer Fachperson.

Gemeinsam ausprobieren

Manchmal lernt man am leichtesten, wenn jemand zeigt, wie es geht. In meinem Atelier in Wiedlisbach führe ich dich in aller Ruhe in die Neurographik als Zeichenspiel ein, ohne Leistungsdruck und ohne dass du etwas mitbringen musst. Wenn du magst, kannst du im Art-BnB Gästezimmer übernachten und dir eine kleine Auszeit gönnen.

👉 Neurographik im Atelier kennenlernen

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